LERNCOACHING

Im Lerncoaching befassen wir uns mit dem individuellen Lernprozess und dem Lernen allgemein. Das bedeutet, wir schauen uns möglichst alle lernbeeinflussenden Faktoren an und erarbeiten daraus eine individuelle Strategie, die dem Lernenden entspricht und ihn in seinem Lernprozess angemessen unterstützt, damit er sein Potential entfalten und wieder Freude am Lernen entwickeln kann. Die im Lerncoaching gewonnenen Erkenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten wirken sich dementsprechend in allen Bereichen des Lernens und Lebens positiv aus und sind deshalb umfassender als beim Nachhilfeunterricht, wo versäumte Unterrichtsinhalte aufgearbeitet werden.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit mit Lernenden stehen die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen, die es zu stärken und auszubauen gilt. Häufig wird dem Lernenden erst im Laufe des Lerncoachingprozesses bewusst, was er oder sie eigentlich schon kann, welche Fähigkeiten und Lernstrategien bereits vorhanden sind und in welchen Bereichen Lernen gut funktioniert. Dies ermöglicht es, im Lerncoaching von der Problemsicht zur Lösungsorientierung zu gelangen und so gemeinsam positive Ziele zu definieren, die der Lernende aus eigenem Antrieb erreichen möchte.

Mein Blick auf den Lernenden ist ganzheitlich. Das heißt, dass ich Lernschwierigkeiten und Lernerfolge immer im Kontext betrachte. Die Situation in der Familie, in der Schule, Freunde und Freizeitgestaltung tragen erheblich zum Lernerfolg bei. Manchmal hilft die genaue Betrachtung des sozialen Umfeldes, um kleine Veränderungen durchführen zu können, die große Wirkung entfalten. Coaching ist keine Therapie, doch entstehen Lernblockaden oft durch psychischen Stress, der sich auch körperlich manifestiert (Verspannungen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen etc.). Diesen Bereich schauen wir uns im Lerncoaching genauer an, analysieren lernbedingte Stressquellen und lernen Entspannungstechniken, die die körperlichen Symptome verbessern können. Bewegung ist ein wichtiger Aspekt für Wohlbefinden und gutes Gelingen in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Dieses Bedürfnis unterstütze ich mit Brain Gym, das ein Teil der Edu-Kinestetik ist, die von Gail und Paul Dennison entwickelt wurde. Die Edu-Kinestetik geht davon aus, dass Bewegung die Basis für jedes Lernen ist. Das heißt, dass Bewegungs- und Verhaltensmuster die Leistungsfähigkeit beeinflussen und umgekehrt. Ziel des Brain Gym ist eine Gesamthirnintegration, die es ermöglicht, den täglichen akademischen, sportlichen, arbeitsbedingten und alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden. Körperliche, mentale und emotionale Aspekte werden in diesen Prozess mit einbezogen.